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Just sea and paint —– Einfach Meer und mehr malen —– La mer et la peinture

Tag: Strandschnecken

Schneckiges

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Blasentang und Strandschnecken

Nicht mein neues Leibgericht 😉 sondern ein Meeresstilleben in Aquarell…eine Premiere in vielerlei Hinsicht…so ein großes Aquarell ist mir noch nie geglückt und ich habe endlich meinen neuen Arbeitsplatz einweihen können.

Das Papier (300g) hat das Format 30cm /40cm. Nach der Vorzeichnung mit Bleistift habe ich alle Stellen, die weiß bleiben sollen mit Rubbelkrepp bedeckt. Ich mag das, weil man dann viel freier die Farbe auf das Blatt auftragen kann. Um Rubbelkrepp aufzutragen benutze ich einen feinen alten(!) Aquarellpinsel, den ich vorher immer anfeuchte und mit einem kleinen Stück Seife präpariere. So hält der Pinsel etwas länger. Aber über kurz oder lang macht Rubbelkrepp leider jeden Pinsel kaputt.

Um später die Übergänge weicher gestalten zu können, habe ich mir einen kleinen alten Borstenpinsel „frisiert“ also die Borsten etwas gekürzt. Bei einem 300 g Papier kann man so vorsichtig die Farbe anlösen und die harten Kanten aufweichen.

Bei diesem Bild habe ich mich für folgende Farben entschieden: Reingelb, Kobaltblau, Saftgrün, Phtalogrün, Krapprot tief, Sienna gebrannt und Umbra gebrannt. Mit Phtalogrün und Krapprot kann man wunderbar ein schönes Schwarz mischen, das, wenn es ein wenig mehr ins Rötliche geht, das Grün des Tangs zum leuchten bringt. Kobaltblau und Umbra ist eine meiner liebsten Kombinationen um Grau zu mischen.

Ausserdem habe ich immer ein wenig weiße Gouachefarbe parat…ich finde es wichtiger, dass zum Schluss das Bild in sich stimmig ist und  man  ruhig  hin und wieder Gouachefarben einsetzen kann, um einem Bild den letzten Schliff zu geben. Das muss man nicht so eng sehen 😉

Nachdem der Rubbelkrepp getrocknet ist, habe ich das komplette Blatt angefeuchtet, mit Reingelb lasiert und dann direkt angefangen in die Nässe hinein zu colorieren. Und ganz wichtig ist noch…Rubbelkrepp, der mehere Tage auf dem Papier verbleibt, beschädigt es beim abrubbeln. Also entweder zügig malen oder abrubbeln und später neu auftragen.

Wer mag, kann sich meinen kleinen Film zu diesem Aquarell anschauen 🙂 Das Motiv habe ich übrigens einem Foto aus einem alten Buch über Naturschutzgebiete in Deutschland entnommen, das ich vor kurzem in einem Secondhand-Laden gefunden habe. Eigentlich bevorzuge ich von Fotos zu arbeiten, die ich auch selber gemacht habe aber es hat mich einfach zu sehr gereizt…